Radioprogramm

Ö1

Jetzt läuft

Radiokolleg

05.00 Uhr
Nachrichten

05.03 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.00 Uhr
Ö1 Frühjournal

06.10 Uhr
Guten Morgen Österreich

06.56 Uhr
Gedanken für den Tag

"Das Wichtige im vermeintlich Unwichtigen". Ob Missgeschick oder Beginn von etwas Großem - das hängt meist vom eigenen Blickwinkel ab, meint der Schauspieler August Schmölzer Man kann es natürlich einfach als Missgeschick ansehen: Die Bananenschale, auf der man ausrutscht, wenn man munter aus dem Haus geht. "Oder, dass einem ein kleiner Vogel ins Gesicht fliegt, wenn man in den Himmel schaut", ergänzt der Schauspieler August Schmölzer lachend. Oder die Wespe, die beim Radfahren ins Ohr donnert und vielleicht sticht. Verflixt, jetzt hat mir ein Marder die Kabel des Autos durchgebissen und warum schreit eigentlich gerade die Katze so? Wo ist nur mein Wohnungsschlüssel abgeblieben? Kleine, unerwartete Ereignisse, die in Folge oft Großes bewirken können, eine Welt bewegen. Ob sie dies im Guten oder im Schlechten tun, hängt nicht zuletzt von unserm eigenen Blickwinkel ab, meint August Schmölzer in seinen "Gedanken für den Tag". Schmölzer, bekannt aus zahlreichen Film- und Fernsehrollen, lebt in St. Stefan ob Stainz und ist Initiator und Vorstandsvorsitzender der Stieglerhaus-Gemeinnützigen Privatstiftung, die sich die Förderung von Bildung, Kunst und Kultur auf die Fahnen geschrieben hat.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.52 Uhr
Leporello

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.20 Uhr
Pasticcio

mit Helmut Jasbar. Über Virtuosität. Der erste offizielle Geschwindigkeitsrekord im Klavier spielen wurde am 4. Juni 1828 durch einen nicht näher bekannten Mister Scarborough im englischen Spalding aufgestellt. Er spielte in einer Stunde 127 512 Noten. Das sind 35,42 Noten pro Sekunde. Immer wieder verblüffend, Musikerinnen und Musiker zu hören, deren Technik anscheinend keine Grenzen gesetzt sind. Oft sind das nicht die großen Interpreten, das sind vielmehr diejenigen, die es verstanden haben, ihre Schwächen in Stärke zu verwandeln. Es sind eher akrobatische Begabungen, deren Flug - so nah an der Sonne - für uns so begeisternd ist. Franz Liszt, fehlbar nur in Fragen der Liebesbeziehung und der Affäre darf natürlich unter den Virtuosen nicht fehlen.

08.55 Uhr
Vom Leben der Natur

Der Meeresbiologe und Fotograf Robert Hofrichter spricht über eine Gruppe von 115 Inseln vor der Ostküste Afrikas, von denen große Teile unter Naturschutz stehen. Teil 4: Geologische Unterschiede Gestaltung: Lothar Bodingbauer Die Republik Seychellen sind ein Land, das größtenteils aus Ozean besteht - dem westlichen Teil des Indischen Ozeans. Die vielen Inseln liegen auf einem Plateau im Osten Afrikas, die Wassertiefe beträgt auf diesem Plateau nur um die 50m. Entstanden ist die Inselgruppe von rund 115 Inseln vor Millionen von Jahren: Die Granitinseln waren ein Bruchstück von Gondwana, dem "südlichen Urkontinent". Sie haben sich von Afrika, Madagaskar und Indien losgelöst. Tiere und Pflanzen haben sich auf den Inseln daher weitgehend unabhängig von anderen Weltgegenden entwickelt. Weiße Sandstrände, verwitterte Granitblöcke und tropische Vegetation - die Inseln entsprechen unserer Vorstellung von Paradies. Tatsächlich sind große Teile als Naturschutzgebiete definiert, auch Riesenschildkröten sind hier beheimatet.

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Radiokolleg - Risikofaktor Alter

Wenn Hilfe zur Selbsthilfe nicht mehr reicht (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Von Marketingstrategen und Lifestyle Beratern wir das Alter als Marktlücke entdeckt. Beworben werden die jungen Alten: unternehmungslustig, mit guten Pensionen ausgestattet, die als Weltenbummlern den Konsum teurer Luxusprodukte ankurbeln. Diese sind allerdings in der Minderheit. Denn viele ältere und alte Menschen leben an der Armutsgrenze. Nach der Pensionsreform 2004 wurde zwar eine Angleichung der unterschiedlichen Pensionssysteme in Österreich versucht. Doch die lebenslangen Durchrechnungszeiträume, die für das individuelle Pensionskonto herangezogen werden, führen dazu, dass vor allem Frauen mit niedrigen Pensionen aussteigen. Viele von ihnen wählten eine Teilzeitbeschäftigung, um Kinderbetreuung und Erwerbstätigkeit unter einen Hut zu bringen. Das Fazit ist drohende Altersarmut. Vor allem dann, wenn die Frauen geschieden sind oder alleinerziehend waren. Ein weiterer Belastungsfaktor sind die steigenden Immobilienpreise. Altengerecht ausgestatteter Wohnraum ist Mangelware und teuer. Alternative Konzepte sind darum gefordert. Doch die Wartelisten in betreuten Altenwohngemeinschaften sind lang. Für viele Menschen ungelöst ist auch die Frage, was wird, wenn sie gebrechlich sind und pflegebedürftig werden. Nur 20% der alten Menschen werden in Heimen betreut. Die überwiegende Mehrheit ist auf die Unterstützung ihrer Angehörigen angewiesen. Doch die leben nicht immer vor Ort und müssen mobile Pflegedienste einschalten, um die Betreuung der alten Mutter, des alten Vaters zu gewährleisten. Altersarmut und Pflegenotstand sind strukturelle Mängel, die nur auf politischer Ebene behoben werden können. Um diesen Notstand zu mildern, haben sich zahlreiche Initiativen gebildet. Altenwohngemeinschaften, Mehrgenerationenwohnen, betreutes Wohnen initiieren Kooperationen, in denen sich auch mit bescheidenen Mitteln gut haushalten lässt. Selbsthilfegruppen, Gesundheitsbuddys, Nachbarschaftsprojekte ergänzen die Angebote. Das Ziel ist es, auch mit geringen finanziellen Möglichkeiten ein gutes Leben zu führen. Gemeinsam statt einsam ist das Anliegen dieser Initiativen.

09.30 Uhr
Radiokolleg - Hautnah

Warum Berührungen wichtig sind (4). Gestaltung: Madeleine Amberger Frühchen, die vor dem Ablauf der 37.Schwangerschaftswoche geboren werden, haben einen schwierigen Start ins Leben. Sie wiegen höchstens 2.5 Kilogramm. Je früher sie zur Welt kommen, desto mehr Nachentwicklung brauchen etwa die Lunge, das zentrale Nerven- sowie das Immunsystem. In technologisch gut ausgestatteten Spitälern holen sie die fehlenden Wochen im Mutterleib in einem Brutkasten nach. In Entwicklungs- und Schwellenländern gibt es jedoch nicht genug Inkubatoren. In den 1970er-Jahren entwickelten kolumbianische Ärzte aus der Not - sie sahen sich wegen akutem Platzmangel gezwungen, Mütter mit frühgeborenen Babys nach Hause zu schicken - die so genannte Känguru-Methode. Dabei tragen die Mütter ihr Frühchen auf der nackten Haut. Diese Methode machte weltweit Schule. Der ständige Hautkontakt erhöht die Überlebenschancen, macht die Säuglinge weniger anfällig für Infektions- und Atemwegserkrankungen und fördert die Hirnentwicklung. Ein britisch-kanadisches Forscherteam wies kürzlich nach, dass Kinder etwa den Stich mit einer Injektionsnadel weniger schmerzhaft empfinden, wenn sie dabei mit einem Elternteil Hautkontakt hatten. Der Tastsinn entwickelt sich schon im Mutterleib. Er ist als Erster aller unserer Sinne voll funktionsfähig. Er ist auch der letzte, der am Ende des Lebens verschwindet. Daher kommt dem Faktor Berührung bei der Betreuung alter Menschen in Pflegeheimen besondere Bedeutung zu. Er ist fixer Bestandteil der Ausbildung in Pflegeberufen. Bei Patienten und Patientinnen, die an Demenz leiden, sind Berührungen häufig die einzige Art von sozialem Kontakt, den die Betroffenen noch wahrnehmen können. Durch die Covid-19-Pandemie ist Körperkontakt erheblich eingeschränkt. Von der Umarmung bis zum Händeschütteln. Je sozial isolierter ein Mensch ist, desto eher könnte die körperliche Distanz über einen längeren Zeitraum zu Erkrankungen führen. Auch die Empfehlung, dass man das eigene Gesicht nicht berühren soll, geht gegen die menschliche Natur. Wir berühren unser Gesicht unbewusst zwischen 400 und 800-mal pro Tag. Die Analyse von Hirnaktivität zeigte, dass die spontane Selbstberührung im Gesicht den eigenen emotionalen Zustand stabilisiert.

09.45 Uhr
Radiokolleg - Lexikon der österreichischen Popmusik

Fuckhead, Texta und Skero, Cari Cari, Avec (4). Gestaltung: Al Bird Sputnik, Thomas Mießgang, Walter Gröbchen, Stefan Niederwieser *Cari Cari - der Soundtrack der großen weiten Welt* "Weltklasse!" sagt Christian Fuchs von FM4 über Cari Cari. Das trifft sich insofern gut, weil das Duo quasi den umgekehrten Weg üblicher Pop-Karriereverläufe geht: zuerst wurden Stephanie Marie Louise Widmer (Gesang, Schlagzeug, Synthesizer, Maultrommel, Didgeridoo) und Alexander Köck (Gesang, Gitarre) im Ausland bekannt, erst dann wurde man in Österreich auf sie aufmerksam. Von Lizensierungen ihrer Songs für internationale TV-Serien bis zur Australien-Tour war da schon einiges drin. Ausgedehnte Aufenthalte in Melbourne, London, Hamburg und Tokyo dienten und dienen als Inspirationsquelle für einen sehr reduzierten, cinematographischen Sound, der zwischen Morricone und Tarantino, zwischen Folk, Blues, Stoner Rock und TripHop oszilliert. Schon erste Cari Cari-Veröffentlichung anno 2014, die EP "Amerippindunkler", blühte hierzulande eher im Verborgenen, wurde aber von Blogs, Radios und Magazinen weltweit bemerkt. 2018 erschien das Debutalbum "Anaana", das Ergebnis einer ausgeprägten Do It Yourself-Haltung des Duos. Man spielte unzählige Festival-Auftritte und wurde vom "Rolling Stone"-Magazin zur wichtigsten Live-Entdeckung des prestigeträchtigen Primavera Sound Festivals in Barcelona gekürt. In der hiesigen Musiklandschaft haben Cari Cari damit eine singuläre Position: von Mörbisch aus wird der Globus in Angriff genommen, der Prophet erst peu á peu im eigenen Land entdeckt. Gestaltung: Walter Gröbchen

09.57 Uhr
Ö1 heute

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ausgewählt

Mit Mirjam Jessa. Gedanken zu Jean Sibelius II - Die schwierige Geburt der fünften Symphonie 1984 hat der große amerikanische Komponist Morton Feldman bei den Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt folgende erinnerungswürdigen Worte zu seinem nach Avantgarde lechzenden Publikum gesagt: "Die Leute, die Sie für Radikale halten, könnten in Wirklichkeit Konservative sein. Und die Leute, die Sie für Konservative halten, in Wirklichkeit Radikale." Und dann hat er angefangen, Sibelius' 5. Symphonie zu summen. Dabei hat Sibelius an keinem Werk so lange gearbeitet wie an seiner Fünften. Wir erlauben uns einen Werkstattbesuch und vergleichen die erste Fassung, die zu Sibelius' 50. Geburtstag uraufgeführt wurde, mit der endgültigen Fassung von 1919. Aus den Geräuschen der Natur extrahierte er absolute Musik, das Rauschen der Wälder, das Plätschern des Sees - das waren für ihn bestimmte Akkorde. Und einmal hat er einer verblüfften Gruppe finnischer Studenten einen Vortrag gehalten über die Obertonreihe einer Wiese. Mit den Kranichen, Schwänen und Wildgänsen fühlte er eine tiefe Verwandtschaft. "Die Schwäne sind immer in meinen Gedanken und geben dem Leben Glanz. Es ist sonderbar, feststellen zu müssen, dass nichts in dieser Welt, nicht in Kunst, Literatur oder Musik mich so sehr beeindruckt wie diese Schwäne, Kraniche und Wildgänse. Deren Gesang und Wesen", notierte Sibelius zum "Schwanenlied" im letzten Satz seiner 5. Symphonie. Mehr als 30 Jahre vor seinem Tod hörte Sibelius offiziell zu komponieren auf. Drei Tage vor seinem Tod 1957 kreisten wieder die Kraniche über seinem Haus, die Vögel seiner Jugend. Einer löste sich aus dem Schwarm, rief laut und flog davon.

11.00 Uhr
Nachrichten

11.05 Uhr
Radiogeschichten

"Rimbu" von Madelon Lulofs. Aus dem Holländischen übersetzt von Willy van Büüren und Carl Otto Windecker. Es liest Brigitte Jaufenthaler Sumatra, ein Gewitterabend. Lise sitzt und denkt an Lili, deren Kind zur Welt kommen soll - im Urwald, um Tage zu früh. Komplikationen deuten sich an, aber Lise wird ihrer weit entfernten Freundin nicht helfen können. Gestaltung: Martin Sailer Präsentation: Antonia Löffler

11.25 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

11.30 Uhr
Des Cis

mit Peter Kislinger. Der "glücklich in Berlin" lebende Pianist und Komponist Victor Nicoara mit den sechs Sonatinen von Ferruccio Busoni. Zwischen 1910 und 1921 schrieb Busoni sechs Sonatinen mit einer Gesamtspieldauer von fast einer Stunde. Studien für junge Musizierende? Kleinformatige Sonaten geringen Anspruchs? Weit, sehr weit, gefehlt. Warum dann der Titel? Sonatine Nr.1 ist der Schlüssel. Ihr Keim ist der Zyklus "An die Jugend". Die Sonatinen sind also der neuen Generation zugedacht: Busoni denke an "Musiker wie Publikum", schlicht alle, die sich Neuem öffnen wollen. Die Sonatinen sind ein Kompendium der künstlerischen Absichten dieses faszinierenden Komponisten. Muten die beiden ersten Sonatinen wie ein radikaler Vorstoß in neue Klangwelten an, so finden die Werke ab 1915 zu jener Sprache, die Busoni 1920, vier Jahre vor seinem Tod, "Junge Klassizität" nannte. Dass sich Nicoara den Sonatinen stellte, weil er keine Aufnahme finden konnte, die seinen Ansprüchen genügte, ist eine kühne Ansage. Noch vor einigen Jahren galt Marc-André Hamelin als der "unumstrittene König der Busoni-Interpreten". Ist die "lange Zeit" vorbei, in der Hamelins Busoni "Referenzstatus sicher" war ("Piano")? Die enormen technischen und interpretatorischen Hürden nimmt Nicoara jedenfalls (einfach) spielend. Verzwickte Harmonien, die sich aus komplexer Polyphonie ergeben oder komplexer Aufbau? Einfach spielend... Nicoara zaubert mitunter betörende Klänge auf der Klaviatur, aus denen sich aufnahmebereiten Ohren aparte melodische Motive und organisch sich entwickelnde Formen lösen. Zuhause fühlt er sich in der lyrischen-leichten ersten wie in der kraftvollen improvisatorischen zweiten Sonatine, in der freien - befreiten - Polyphonie der Sonatina brevis in Signo Joannis Sebastiani Magni wie in der introvertierten Sonatina in diem nativitatis Christi MCMXVII oder der extrovertierten Liszt´schen Sonatina super Carmen. Statt der persönlichen essayistischen Überlegungen des Pianisten hätte ich einer jungen Busoni-Generation knappe Einzeleinführungen gegönnt. Offene Ohren sollten aber reichen. Pedantische, leise Meckerei: Meiner Erinnerung habe ich nicht getraut und stichprobenartig Tonträgerbegleittexte der letzten 80 Jahre gelesen: Sie waren bis auf Punkt und Komma redigiert. Mit Ton- und Aufnahmetechnik geht das verdienstvolle Label jedoch gewohnt mustergültig um.

11.57 Uhr
Ö1 heute

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

mit Nachrichten in englischer Sprache

13.00 Uhr
Punkt eins

13.55 Uhr
Wissen aktuell

14.00 Uhr
Nachrichten

14.05 Uhr
Stimmen hören

mit Chris Tina Tengel. Die Sopranistin Gina Cigna und ihre (goldene) Ära Die 1900 geborene Gina Cigna - übrigens Französin und zunächst in Paris beim Meisterpianisten Alfred Cortot auf eine Laufbahn am Klavier vorbereitet! - war chronologisch eine der ersten Sopranistinnen von Weltrang, die in ihrer jeweiligen Glanzzeit sogar in kompletten Opern-Liveaufnahmen dokumentiert sind. Der Kenner notiert: "Ihre volltönende, umfassende, in allen Lagen wunderbar ausgebildete Stimme zählt zu den wertvollsten Schätzen, die uns auf Plattenrillen aufbewahrt geblieben sind." Mit einem Repertoire zwischen Bellinis Norma und Puccinis Turandot, dazwischen: dem "große Verdi", viel "Veristischem", würde man die erst 2001 verstorbene Sängerin, die an der Mailänder Scala noch von Arturo Toscanini geprägt wurde, als "dramatischen" Sopran klassifizieren - zugleich, und das macht einen großen Reiz der Kunst von Gina Cigna aus, mit an Monteverdi (!), Gluck, Mozart, Rossini geschulter Eloquenz. Cigna ging unter anderem bei Hariclea Darclée, der ersten Tosca und bei Rosina Storchio, der ersten Cio-Cio-San, in die Lehre; ihre Partner waren Tenöre wie Giovanni Martinelli und Francesco Merli; ihre Konkurrentinnen (u.a.) Rosa Ponselle und Eva Turner - ein Füllhorn legendärer Namen wird da ausgegossen ...

15.30 Uhr
Moment

Was Software alles kann Über die Verantwortung und Leidenschaft am Erstellen von Computerprogrammen Von Handys über Autos bis zum "smarten" Kühlschrank - kaum ein Gegenstand des alltäglichen Lebens wird nicht von einem Computerprogramm gesteuert. Damit eine Software funktioniert, muss sie von Programmierer*innen "codiert" werden. Was steckt hinter der Abfolge an Befehlen, die für Maschinen verständlich, aber für Menschen meist kryptisch ist? Was fasziniert am Erlernen von "C++", "Java" oder "Python", und welche Konsequenzen haben Programmierfehler? Eine Sendung über das Nerdtum, die Freude am Simulieren und den Umgang mit sensiblen Daten. Gestaltung: Noel Kriznik Rätsel des Alltags: Amba Botland

15.55 Uhr
Ö1 Kinderjournal

Rudi präsentiert das Ö1 Kinderjournal Rudi besucht Paul Schiefer im Nachrichtenstudio und erfährt, was in dieser Woche in Österreich, Europa und in der Welt passiert ist. Gestaltung: Johann Kneihs

16.00 Uhr
Nachrichten

16.05 Uhr
Medizin und Gesundheit

16.40 Uhr
Die Ö1 Kinderuni

Ein hurtiger Ritt durch die Vergangenheit Ägyptens Gestaltung: Ilse Huber Papyrus, Nil, Pyramiden, Hieroglyphen - das sind nur ein paar Stichworte aus der Welt des Alten Ägypten. 5000 Jahre vor unserer Zeit, da kommt genügend Stoff zum Forschen zusammen. Ob Alltag, Schrift oder Zusammenleben, jeder Lebensbereich war genau geregelt und die Ö1 Kinderunireporterinnen und -reporter wollen genau wissen, was hinter den Vorschriften steckt. Abseits der strengen Maßnahmen gab es opulente Feste, für die sich die Menschen aufwändige Perücken und Schminke leisteten. Wie geht das Alles zusammen? Wo viel Disziplin, da auch viel Ausgelassenheit? Und welche Rolle spielen Kamele im Alten Ägypten? Zu so vielen verschiedenen Fragen liefert die Archäologin und Ägyptologin Julia Budka von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften tiefe Einblicke.

16.55 Uhr
Digital.Leben

17.00 Uhr
Ö1 Journal um fünf

17.09 Uhr
Kulturjournal

17.30 Uhr
Spielräume

Musik aus allen Richtungen mit Andreas Felber. Wiener Choro-Festival: Duo Samambaia, Michi Ruzitschka Thamires Tannous sowie Erinnerungen an Raul de Souza Seit über 30 Jahren verfügt Wiens nischenreiche Jazzszene auch über eine klein-feine brasilianische Community: Am Anfang standen Musiker wie Gitarrist Alegre Corrêa und Schlagzeuger Fernando Paiva, die Ende der 1980er Jahre in die österreichische Hauptstadt übersiedelten, heute ist es u. a. der vor einigen Jahren aus Lille zugewanderte französische Sprachwissenschaftler Étienne Clément, der die Fahne brasilianischer Musik an der Donau hochhält. Von 25. bis 27. Juni findet unter seiner Leitung erstmals das Wiener Choro-Festival statt, mit der um 1870 in Rio de Janeiro entstandenen Urform brasilianischer Musik als Fokus, die als eine der Wurzeln des Samba gilt. Neben Workshops, Vorträgen und den "Rodas" genannten Choro-Sessions stehen naturgemäß auch Konzerte auf dem Programm: Zu hören sind u. a. das Antônio de Pádua Quintet sowie das Duo Samambaia, bestehend aus Gitarrist Marco Antônio da Costa und Pianist Fagner Wesley, die die soeben erschienene CD "Birimbiri" vorstellen. Und auch der kürzlich aus São Paulo nach Österreich rückübersiedelte Tiroler Gitarrist Michi Ruzitschka wird zu hören sein, mit Sängerin und Partnerin Thamires Tannous. Das Festival findet in memoriam Raul de Souza statt: Die brasilianische Jazzposaunisten-Legende ist am 13. Juni 86-jährig in Paris verstorben.

17.55 Uhr
Betrifft: Geschichte

Zum 80. Jahrestag, 22.6.1941 Die deutsche Wehrmacht überfällt die Sowjetunion mit: Rolf Steininger, emeritierter Professor am Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck Gestaltung: Hanna Ronzheimer Am 22. Juni 1941 marschierte die deutsche Wehrmacht ohne Kriegserklärung in die Sowjetunion ein. An dem geplanten Vernichtungskrieg unter dem Decknamen "Barbarossa" (eine Anspielung auf den mittelalterlichen Kaiser Friedrich I., der diesen Beinamen trug) waren über drei Millionen Soldaten beteiligt, mit hunderttausenden Fahrzeugen, Pferden, tausenden Panzern und Geschützen; allein die Luftwaffe setzte fast 3.000 Maschinen ein. Dieser Krieg gilt als der ungeheuerlichste Eroberungs-, Versklavungs- und Vernichtungskrieg der Neuzeit. Hitler hat in seinem Pamphlet "Mein Kampf" einen Vernichtungskampf gegen Russland verlangt, um dem deutschen "Volk ohne Raum" unbegrenzte Expansionsmöglichkeit zu ermöglichen. Zunächst läuft die Invasion wie die von der Nazi-Presse bejubelten Blitzkriege in Polen und Frankreich an. Leningrad/St. Petersburg wird eingekesselt, die Ukraine und ein Großteil der Krim werden besetzt. Die Vorzeichen drehen sich, als die Rote Armee mit einem kompromisslosen Abwehrkampf beginnt. Jedem Rotarmisten ist es verboten, sich zu ergeben. Die Armee, die über fast fünf Millionen Soldaten verfügt, spielt ihre zahlenmäßige Stärke aus. Anfang Dezember 1941 steht die Wehrmacht knapp vor Moskau. Es fehlt an Nachschub, die Soldaten frieren und hungern. Die Rote Armee setzt zur erfolgreichen Gegenoffensive an. Das Scheitern des Unternehmen Barbarossas bedeutet den Anfang vom Ende Hitlers.

18.00 Uhr
Ö1 Abendjournal

18.25 Uhr
Journal-Panorama

Ein neues Gesetz sagt gemeingefährlichen Autorasern den Kampf an. Extreme Raserei und illegale Straßenrennen werden zu einem immer größeren Sicherheitsrisiko auf Österreichs Straßen. Trotz des coronabedingten Verkehrsrückgangs sind im vergangenen Jahr 103 Menschen allein aufgrund überhöhter Geschwindigkeit gestorben. Das ist jedes dritte Verkehrsopfer. Immer öfter sind schwere Unfälle eine Folge massiver Geschwindigkeitsüberschreitungen. Jetzt zieht die Regierung die Notbremse. Noch vor der Sommerpause wird ein neues Gesetz beschlossen, das höhere Strafen bis hin zur Enteignung des Autos bringt. Ganz nach Schweizer Vorbild, wo die Strafen sehr hoch sind - was offenbar Wirkung zeigt. Der Schweizer Straßenverkehr zählt zu den sichersten weltweit. Wer aber sind die Raser, und wie lassen sie sich einbremsen? Genügen hohe Strafen oder braucht es auch einen gesellschaftlichen Wertewandel? Gestaltung: Christoph Danninger

18.55 Uhr
Religion aktuell

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Dimensionen

.diskussionen Das Gesprächsformat am Donnerstag Mit Hintergrundgesprächen, wissenschaftlichen Disputen, interdisziplinären Dialogen, Werkstatt- und Porträtgesprächen, Diskussionen zu aktuellen Themen.

19.30 Uhr
Das Ö1 Konzert

Tschechische Philharmonie, Dirigent: Semyon Bychkov; Kirill Gerstein, Klavier. Dmitri Schostakowitsch: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 F-Dur op. 102 * Felix Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 4 A-Dur op. 90, "Italienische" (aufgenommen am 13. Juni im Großen Konzerthaussaal in Wien in 5.1 Surround Sound). Präsentation: Helene Breisach

21.00 Uhr
Im Gespräch

"Wir brauchen einen Wandel - aber wie geht das?". Viktoria Waldhäusl im Gespräch mit Nora Wilhelm, Young Leader Wenn es heißt, in der Jugend läge die Hoffnung, dann ist die 28-jährige Schweizerin Nora Wilhelm der Beweis dafür, dass das stimmt. Inmitten der Hoffnungslosigkeit, bestehend aus Klimawandel und wachsenden ökonomischen Ungleichheiten, zeigt sie neue Wege auf, um sich den komplexen Problemen stellen zu können. Sie fragt nicht nach technischen Lösungen oder Symptombekämpfung, sondern danach, wie jeder einzelne seine Blockaden überwinden kann, um endlich handeln zu können. Von 2014 bis 2016 leitete sie das Europäische Jugendparlament für die Schweiz. Sie ist Mitbegründerin der Initiative "collaboratio helvetica" und wurde von der UNESCO als Young Leader ausgezeichnet. 2020 eröffnete sie die ETH-Ringvorlesung zur Agenda 2030. Das Gespräch führte Viktoria Waldhäusl im Rahmen einer Kooperation zwischen Ö1 und den "Tagen der Utopie" in Götzis/Vorarlberg.

21.55 Uhr
Schon gehört?

Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

22.00 Uhr
Ö1 Nachtjournal

22.08 Uhr
Radiokolleg

Risikofaktor Alter. Wenn Hilfe zur Selbsthilfe nicht mehr reicht (4). Gestaltung: Margarethe Engelhardt-Krajanek Hautnah. Warum Berührungen so wichtig sind (4). Gestaltung: Madeleine Amberger Lexikon der österreichischen Popmusik. Fuckhead, Texta und Skero, Cari Cari, Avec (4). Gestaltung: Al Bird Sputnik, Thomas Mießgang, Walter Gröbchen, Stefan Niederwieser

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Zeit-Ton

Modulare Klangreisen mit Philippe Petit Modulisme ist eine von Philippe Petit geleitete Plattform zu modularen Synthesizern. Aktuell umfasst sie an die 45 Sessions mit Werken von Pionieren und jungen Musikschaffenden. Der aus Marseille stammende Petit ist seit den frühen 1980er Jahren als Journalist, Labelbetreiber, Musiker und Kurator tätig. Der Zeit-Ton präsentiert einen von Philippe Petit zusammengestellten Überblick über Modulisme und eigene Stücke. Philippe Petit bezeichnet sich selbst gern als "musical travel agent". Ab 1983 betrieb er das auf experimentelle Rock-Musik spezialisierte Label Pandemonium und in den 1990ern veröffentlichte er auf seinem Label BiP_Hop v.a. elektronische Musik. Zudem ist er seit vielen Jahren Sendungsmacher für Radio Grenouille. Petit beschloss dann, sozusagen die Seiten zu wechseln und selbst Musik zu machen. Seit 2009 hat er rund 40 Tonträger herausgebracht, die er meistens mit Turntables, Psalterium und Theremin einspielt. Oft kreisen seine Alben um Film und Literatur; etwa "Henry: The Iron Man", eine Hommage an das Experimentalkino oder als eines seiner aktuellen Alben "Do Humans Dream Of Electronic Ships" über Science Fiction. Er hat vor allem mit Lydia Lunch und Fernando Corona aka Murcof zusammengearbeitet. Inspiriert von Synthesizer-Pionieren wie Don Buchla, Morton Subotnick und Serge Tcherepnin, studiert Petit seit einigen Jahren Komposition und elektroakustische Musik am Konservatorium in Marseille. 2019 gründete er das Online-Portal Modulisme, in dem es ausschließlich um modulare Synthesizer geht. Für Modulisme haben an die 45 Künstler einstündige Sessions eingespielt oder ihr Werk wird ausführlich portraitiert, darunter Warren Burt, Paul Pignon oder Jörg Piringer. In "Buchlaisms" geht es in zwei Teilen um Buchla-Systeme und in der vierteiligen Serie "Serge-O-Voxes" um Serge-Synthesizer. Im Zeit-Ton erzählt Philippe Petit über sein Engagement für modulare Synthesizer, das Kino als Ort der Inspiration und seine Musik. Gestaltung: Heinrich Deisl

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Ausgewählt

(Wiederholung von 10:05 Uhr).

01.00 Uhr
Nachrichten

01.03 Uhr
Die Ö1 Klassiknacht

Präsentation: Musikauswahl: dazw. 03:00 Uhr Nachrichten